Know-How


Reis

Japan besteht hauptsächlich aus bergiger Landschaft. Eine großflächige Landwirtschaft ist dort kaum möglich. Der Reis wird auf abgestuften Terrassen angebaut und mit liebevoller Handarbeit gepflegt. Daher ist Reis in Japan ein wertvolles Gut. Es lag schon lange nah, den japanischen Reis im Ausland anzubauen, um ihn nach Japan zu ‚re-importieren‘. Bis zum Jahr 1995 schützte die Regierung jedoch die japanischen Reisbauern mit ihren ineffizienten Methoden und erlaubte keinen Import von Reis. Dies ließ den Preis weiter in die Höhe steigen und Reis blieb ein teures Gut, obwohl er ein Grundnahrungsmittel für Japaner ist. Trotz des Importverbotes fingen Visionäre an, den japanischen Reis außerhalb Japans, insbesondere in Kalifornien, anzubauen. Dies geschah mit dem Wissen, dass Japan seine Bevölkerung nicht dauerhaft mit heimischem Reis ernähren kann. Aber auch in den Anfängen des Reisanbaus in Australien diente die Produktion der Ernährung von japanischen Auswanderern und der Belieferung der damals noch wenigen japanischen Restaurants im Ausland.

Ein Export von Reis direkt aus Japan war von jeher undenkbar und würde jeder ökonomischen und ökologischen Vernunft widersprechen. Der durchschnittliche deutsche Landwirtschaftsbetrieb ist 25 Mal so groß wie der in Japan. In Japan wird lediglich 14% der Fläche für den landwirtschaftlichen Anbau genutzt, während es in Deutschland 55% sind. Mit dem globalen Sushi Boom wurde der Anbau japanischer Reissorten weltweit verbreitet und die Qualität perfektioniert. So beziehen wir unseren Reis heute ausschließlich aus Italien und teilweise auch aus Kalifornien.